Aufgepasst bei Spritzgebäck!
Gesundheitsgefahr Trans-Fettsäuren
Dass gesättigte Fette, wie sie in Butter und Speck vorkommen, ungesund sind, wissen die meisten. Doch auch bei einem Teil der als gesünder geltenden ungesättigten Fette ist Vorsicht geboten: den Trans-Fettsäuren. Diese Moleküle erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Deutsche Wissenschaftler haben geprüft, in welchen Lebensmitteln besonders viel davon steckt.
Was sind Trans-Fettsäuren?
Von den ungesättigten Fettsäuren gibt es zwei verschiede Typen: die Cis-Fettsäuren und die Trans-Fettsäuren. Sie unterscheiden sich lediglich in ihrem Aufbau. Das macht für den Körper allerdings einen großen Unterschied: Während Cis-Fette gut vertragen und verwertet werden, sind Trans-Fette für den menschlichen Stoffwechsel problematisch.
Studien haben gezeigt: Wer viele Trans-Fette isst, bei dem steigt das LDL-Cholesterin – das „schlechte“ Cholesterin – im Blut. Das „gute“ HDL-Cholesterin hingegen sinkt. Ein hoher LDL-Cholesterinspiegel erhöht wiederum das Risiko für Gefäßverkalkung und Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.
In welchen Lebensmitteln steckt besonders viel davon?
„In Deutschland ist – anders als in Dänemark – kein Grenzwert für den Gehalt von Trans-Fetten in Lebensmitteln vorgegeben“, sagt Katrin Kuhnt von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Das Forscherteam um Kuhnt hat deswegen 319 Produkte auf ihren Gehalt dieser Fette untersucht.
Besonders viele Trans-Fette fanden die Wissenschaftler in Backwaren wie Pfannkuchen, Spritzringen und Schweinsohren. „Bei jedem zweiten geprüften Produkt wurde der dänische Grenzwert deutlich überschritten“, erklärt Kuhnt. Für die Verbraucher sei das noch kein Grund zur Besorgnis. Gefährlich seien diese Produkte erst bei übermäßigem Verzehr. Das gelte für die Pommes ebenso wie für die Blätterteigtaschen vom Bäcker.
Auch wenn es in Deutschland noch keinen Grenzwert für Trans-Fette in Lebensmitteln gibt – die verdächtigen Produkte lassen sich trotzdem entlarven: Ein Indiz für einen hohen Gehalt an Trans-Fetten ist die Aufschrift „enthält gehärtetes Pflanzenfett“. Denn die Moleküle entstehen beim Härten von Pflanzenölen. Das erklärt, warum man zum Beispiel auch Magarine und Fertiggerichte nur in Maßen essen sollte.
- Links:
- Die Studienergebnisse können Sie online nachlesen.
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