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Zimt ist nicht gleich Zimt


Mit den richtigen Zutaten backen


Zimtsterne, Lebkuchen, Punsch: Was nach Zimt schmeckt, schmeckt nach Weihnachten. Doch Vorsicht: Mit dem falschen Zimt wird die Weihnachtsleckerei schnell zur Gefahr für die Gesundheit.

Die Zimtstern-Rechnung

Wer sehr viel Zimt isst, dem drohen Kopfschmerzen und Leberschäden. Auch das Krebsrisiko steigt dadurch vermutlich an. Das liegt am Cumarin – der Stoff, dem der Zimt sein Aroma verdankt, der aber auch das Interesse von Gesundheitsbehörden weckt: Seit 2006 warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor zu viel Zimt. Erwachsenen empfiehlt das BfR maximal acht Zimtsterne pro Tag, Kleinkindern sogar nur vier.

Der „richtige“ Zimt

Zimt versteckt sich auch in Lebkuchen oder Weihnachtstees. So fällt es gerade im Advent schwer, den Überblick über die tägliche Zimtration zu behalten. Viel einfacher und besser ist es, den „richtigen“ Zimt zu verwenden: Ceylon-Zimt. Anders als die handelsübliche Sorte Cassia enthält die Sorte Ceylon sehr wenig schädliches Cumarin. Von Zimtsternen mit Ceylon-Zimt dürfte ein Erwachsener etwa 800 Stück pro Tag naschen. Ganz ohne Gefahr für die Gesundheit – zumindest was den Zimt betrifft.

Trotz der bekannten Risiken, müssen Hersteller bisher nicht angeben, welche Zimtsorte sie verwenden. Vor allem Fertigprodukte und Gewürzmischungen enthalten meist Cassia-Zimt. Der ist billiger und, so behaupten viele Hersteller, schmecke intensiver. Apotheken und Reformhäuser halten dagegen: Sie bieten den unbedenklichen Ceylon-Zimt an.

Zimt bei Diabetes

Neben gesundem Zimtpulver, sind im Reformhaus auch Zimtkapseln erhältlich, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken sollen. Tatsächlich lindert Zimt Blähungen und tötet Bakterien. Auch den Blutzucker soll das Gewürz regulieren. Studien hierzu liefern jedoch widersprüchliche Ergebnisse. Deshalb rät die Deutsche Gesellschaft für Diabetes davon ab, eine Diabetestherapie mit Zimtpräparaten zu unterstützen. Effekte und Nebenwirkungen von Zimt seien noch nicht ausreichend untersucht.

Trotzdem: Wer ein bisschen auf seinen Zimtkonsum achtet oder Ceylon-Zimt ins eigene Gewürzregal stellt, der kann beruhigt den Advent genießen – mit Zimtsternen und Weihnachtspunsch.


05.12.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Julia Ehmer


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